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Portugal, mit seiner
wunderschönen Atlantikküste, liegt im äußersten Westen Europas auf der
Iberischen Halbinsel. Der Tagus trennt den gebirgigen Norden vom zumeist
flachen und hügeligen Süden. Ein unblutiger Militärputsch beendete 1974
die Diktatur von Caetano. Im Jahr darauf trat eine verfassungsgebundene
Versammlung zusammen. Europas letzte Kolonialmacht entließ seine letzten
verbliebenen Kolonien in Afrika in die Unabhängigkeit. 750 000
Portugiesen kehrten ins Mutterland zurück. Portugals wirtschaftliche und
soziale Modernisierung, die seitdem einsetze, wurde durch die
EU-Mitgliedschaft noch unterstützt. Zum Staatsgebiet zählen auch Madeira
und die Azoren.
Das Klima: Das überaus milde und recht mediterrane Klima Portugals wird
durch den Einfluss des Atlantiks etwas abgeschwächt. Auf den oftmals
heißen, schwülen Sommer folgt ein relativ milder Winter. Kommt man ins
Landesinnere so ist das Wetter oft wechselhafter als an der Küste. Im
gebirgigen Norden regnet es mehr als im Rest des Landes. Portugals
mittlere Bereich ist gemäßigt, die Algarve im Süden recht sonnig und
trocken.
Der Verkehr: Das Straßennetz wurde mit Hilfe der EU weiter ausgebaut.
Nach Spanien bestehen trotz der Modernisierung und der neuen
Guardiana-Brücke im Süden recht wenig Straßenverbindungen. In Lissabon
wurde 1998 die 18 km lange Vasco-Brücke feierlich eröffnet. Durch den
starken Verkehr, die schlechten Straßen und die äußerst unvorsichtige
Fahrweise hat Portugal die höchste Rate von Verkehrstoten in Europa. Das
kleine Lissaboner U-Bahn-Netz ist leistungsfähig, das von Porto dagegen
ist nicht fertig gestellt.
Der Tourismus: Seit den 60er-Jahren beruht die Beliebtheit des damals
sehr armen Portugals als Reiseziel auf niedrigen Preisen und der
geringen Kriminalität. Ein Teil dieses Anreizes ging durch die positive
wirtschaftliche Entwicklung unter. Mit immer noch 12 Mio. Besuchern im
Jahr bleibt der Tourismus eine der wichtigsten Einnahmequellen des
Landes. Am beliebtesten ist die Algarve im Süden, gefolgt von der Region
um die Hafenstadt Figueira da Foz im Westen sowie der Troja-Halbinsel.
Weitere touristische Magnete sind:
· die charakteristische historische Architektur des Landes, insbesondere
aus manuelinischer Zeit (1490-1520),
· das Kunsthandwerk (Keramik, Spitze, Teppiche).
Darüber hinaus liegen einige der schönsten europäischen Golfplätze in
Portugal.
Nun zu einigen der wichtigsten touristischen Anziehungspunkten:
Madeira
Madeira ist eine bekannte portugisische Insel etwa 1.000 km südwestlich
von Lissabon sowie 600 km westlich der marokkanischen Küste im
Atlantischen Ozean. Sie zählt mit der kleineren Insel Porto Santo und
zwei unbewohnten kleineren Inselgruppen, den Ilhas Desertas und den
Ilhas Selvagens, zur Inselgruppe Madeira, die die Provinz Madeira
stellen. Bereits die berühmte Kaiserin Sissi verbrachte auf Madeira
ihren Urlaub und erholte sich hier von einer Schweren Krankreit. Der
kleine Flughafen auf Madeira, Funchal, wird von den meisten Fluglinien
angeflogen.
Azoren
Die Inselgruppe der Azoren besteht aus neun größeren und mehreren
kleineren portugiesischen Atlantikinseln, die etwa 1.500 km westlich von
Europa und 3.600 km östlich von Nordamerika entfernt liegen.
Verwaltungstechnisch bilden die Azoren zusammengefasst eine Region
Portugals. Trotz ihrer weiten Entfernung vom europäischen Festland sind
sie als portugiesische Inseln der Europäischen Union zu zu ordnen.
Algarve:
Die Algarve ist der südlichste Bereich der 18 Teile Portugals und der
touristisch am stärksten erschlossene Landesteil. Berühmt ist die
Algarve für ihre vielen feinsandigen Strände und die teils bizarren
Felsformationen im westlichen Teil. Wegen der vielen Golfplätze ist die
Region insbesondere bei Golfern beliebt. Täglich gehen von
unterschiedlichen deutschen Flughäfen Flieger an die Algarve.
Lissabon
Lissabon oder Lissboa ist die Hauptstadt Portugals und des gleichnamigen
Regierungsbezirkes und liegt an einer Bucht im äußersten Südwesten
Europas an der Atlantikküste der Iberischen Halbinsel. Als größte Stadt
Portugals ist Lissabon das wirtschaftliche und kulturelle Zentrum
Portugals. Durch ihre Lage am Tejo war Lissabon lange Zeit vom Süden aus
nur durch Fährverkehr aus Alcochete, Montijo, Seixal und Barreiro
erreichbar. Nördlich gibt es mit der Autobahn A8 eine Verbindung nach
Leiria. Die A1 führt an der Küste entlang bis nach Porto. Der
Internationale Flughafen Lissabon-Portela liegt etwa 6 km nördlich vom
Zentrum der Stadt.
Porto:
Die Stadt Porto ist nicht zuletzt durch
· seiner Textil-,
· Lederwaren-,
· Metall-,
· Genussmittel- und
· chemischen Industrie,
· der Erdölraffinerie,
· dem Überseehafen Leixões
· und einem internationalen Flughafen
wichtigste Industrie- und Handelsstadt und bedeutendes Zentrum des
Landes. Eine Universität sowie eine Kunstakademie, Museen, Theater und
eine Oper machen Porto zu einer bedeutenden kulturellen und
wissenschaftlichen Stadt in Portugals. Das Zentrum von Porto ist seit
1996 auf der UNESCO-Liste des Weltkulturerbes eingetragen. Bekanntheit
erhielt die Stadt durch einen bekannten Exportartikel, den Portwein.
Faro liegt im Süden Portugals und hat rund 60.000 Einwohner. Sie hat
eine wunderschöne Altstadt in der zahlreiche Sehenswürdigkeiten und
historische Bauwerke wie die Kathedrale aus dem 13. Jahrhundert die
Kirche Nossa Senhora do Carmo oder der Bischofspalast Paço Episcopal zu
finden sind. Auch der barocke Stadtpalast Solar do Capitao-Mor in Faro
lädt zum besichtigen ein. Möglichkeiten zum shoppen und bummeln gibt es
im Kaufhaus "Via Valadim" in der Rua Tenente Valadim. Für
Strandentdecker, Badebegeisterte und Naturfreunde bietet die Region mit
einer bezaubernden Landschaft alles was das Herz begehrt.
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